ÿþ<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN"> <HTML> <HEAD> <META http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=Shift_JIS"> <META http-equiv="Content-Style-Type" content="text/css"> <TITLE>Krankenseelsorge in Japan</TITLE> </HEAD> <BODY topmargin="0"> <TABLE border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%" bgcolor="#006000"> <TBODY> <TR> <TD align="center"> <TABLE border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <TBODY> <TR> <TD align="center"><FONT color="#ffffff" size="+3"><B>Krankenseelsorge in Japan</B></FONT></TD> </TR> <TR> <TD><FONT size="+2" color="#ffffff"><B><IMG src="img/blank.gif" width="40" height="8" border="0"></B></FONT><FONT size="+1" color="#ffffff"><B>Japanisches Zentrum</B></FONT><FONT size="+2" color="#ffffff"><B> </B></FONT></TD> </TR> <TR> <TD><FONT size="+2" color="#ffffff"><B><IMG src="img/blank.gif" width="94" height="8" border="0"></B></FONT><FONT size="+1" color="#ffffff"><B>für Ausbildung und Forschung</B></FONT></TD> </TR> <TR> <TD align="right"><FONT size="+1" color="#ffffff"><B>in Klinischer Seelsorge</B></FONT></TD> </TR> </TBODY> </TABLE> </TD> <TD><IMG src="img/logo_c.gif" width="112" height="113" border="0"></TD> </TR> </TBODY> </TABLE> <HR> <P><FONT size="+2"><B>Kurume, Japan 6. August 2011</B></FONT><BR> <BR> <FONT size="+1"><B>Hiroshima und Fukushim</B></FONT>a<BR> <BR> &nbsp; Heute vor 66 Jahren fiel die erste Atombombe auf Hiroshima (japanisch  große Insel ). Damals kamen mehr als 70.000 Menschen sofort und noch einmal so viele in den nächsten Monaten ums Leben. Heute galt das Gedenken nicht nur der Vergangenheit.und der Unmenschlichkeit Amerikas (die Atombombe trug den Namen  little boy !) sondern dessen, was Japan sich selbst angetan hat. Das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1. In dessen Umkreis mußten 80,000 Menschen ihre Häuser und ihren Existenzgrund verlassen. Sie leben seitdem in Notunterkünften mit wenig bzw. keiner Perspektive für wie lange! Fukushima bedeutet  Insel (shima) des Glücks, Insel des Segens (fuku) . Die Namensgeber des  Landes Fukushima wie derer, die dem Atomkraftwerk den gleichen Namen, nämlich  Fukushima haben sich wohl nicht vorgestellt, dass aus dem  Glück bzw.  Segen einmal  Insel des Unglücks, Unheils, Insel der Katastrophe werden würde.<br> <IMG src="photo/photo_slide2011.gif" width="320" height="240" border="0"><IMG src="photo/text1109.gif" width="320" height="95" border="0" hspace="5"><BR> &nbsp; Ich selbst wohne im Süden Japans, doch auch ich fühle mich an diesem Geschehen mitschuldig. Der Grund dafür ist, dass ich all die Jahrzehnte, seit es Atomkraftwerke in Japan gibt, nicht an die Fragwürdigkeit und Gefahr dieser, die (derzeitige) Menschkraft übersteigende Macht, gedacht habe. <BR> &nbsp; Unsere Vereinigung zur Ausbildung und Forschung in klinischer Seelsorge ist schon seit mehr als 15 Jahren im Norden Japans mit dem Sitz in Sendai tätig. Sendai liegt etwa 100 km nördlich von Fukushima, Tokyo 224 km südlich.. In Sendai gebe ich jährlich mehrere Kurse für Personen, die in der Krankenseelsorge engagiert bzw. daran interessiert sind. Es sind zweitätige, dreitätige oder fünftägige Seminare. Anfang Januar hatte ich dort ein fünftägiges Seminar in  Zwischenmenschliche Beziehungen und Kommunikation . Am 11. März bebte die Erde und der Tsunami bereitete vielen Menschen ein unvorbereitetes Lebensende bzw. ein Leben in sicheren, mehr oder weniger voraussehbaren Verhältnissen. Die Teile der Stadt Sendai, die am Meer liegen, wurden von den Fluten eingeebnet. Von der mir bekannten Menschen ist eine Frau von dem Tsunami mitgerissen worden, einige erlitten Sachschaden (Dächer zerstört), den meisten jedoch sitzt noch der Schrecken des Bebens und die Angst durch die bis jetzt andauernden Nachbeben in den Gliedern.<BR> <BR> <FONT size="+1"><B>Verluste und Gewinne</B></FONT><BR> <BR> &nbsp; Eine Frau berichtete mir, dass sie seit dem Kurs im Januar sich bemühe, die Bewohner des Hauses, der Eigentumswohnungen, sei es im Fahrstuhl oder auf der Treppe zu grüßen. Sie selbst wohnt im 7. Stock.. Durch das Erdbeben fiel der Strom aus. Die Treppen des Notausganges waren schwierig zu erkennen. Alle Hausbewohner flüchteten sich schließlich in eine Wohnung im Erdgeschoß. Dort verbrachten sie in Kälte und Dunkelheit die Tage, bis die Elektrizität wieder funktionierte und sie in ihre eigenen vier Wände zurückkehren konnten. Es war für sie eine große Hilfe, dass sie die Hausbewohner seit zwei Monaten gegrüßt hatte und ihnen deshalb nicht mehr fremd war.<BR> Im Mai war ich für 5 Tage in Sendai zu Gesprächen mit betroffenen Menschen.0Der Schrecken war in ihren Gesichtern und in ihrem Benehmen abzulesen. Ich schlug zwei Dinge vor. Freie Aussprache und dann Konzentration auf das Verlorene und Gewonnene. Ich und wahrscheinlich die meisten TeilnehmerInnen waren über die Tatsache, dass das Gewonnene das Verlorene überstieg, überrascht. Z.B. eine Person zählte folgende <B>Verluste</B> auf: <BR> Menschenherzen, Verwandte, Freunde, Menschen, von denen ich annahm, dass ich ihnen nahe stehen würde, enttäuschten mich durch ihre Indifferenz. <BR> &nbsp; Als <B>Gewinn</B> nannte sie folgende Dinge:<BR> &nbsp; Menschenherzen, Verwandte, Freunde, Menschen, die mir nicht bekannt waren, halfen mir und sorgten sich mit mir. Das Band der Nachbarschaft; gegenseitige Hilfe und Mitsorge schufen wie von selbst Bande; Nachdenken über  wie leben (Mein Hund war damals gerade krank.); ehrliches Danken für erhaltenes Mitdenken und  fühlen; Zeit, mich selbst, die Umgebung für etwas Kostbares halten; ausgeglichenes Leben. Es muß nicht alles, einschließlich meiner selbst, perfekt sein, u.s.w.<BR> Für mich selbst ist es sehr wichtig, meine mir gegebene Energie nicht für negative bzw. unproduktive Dinge zu gebrauchen. Besonders wenn mehrere Menschen die gleichen N öte haben, ist es nichts Außergewöhliches, dass das Gespräch in Sorgen und Nöten aufgeht und keine Energie übrigbleibt für das jetzt Mögliche..<BR> <BR> <B><FONT size="+1">Unsere Vorhaben im Katastophengebiet</FONT></B><BR> <BR> &nbsp; Ein Ehepaar, die beide in der Krankenseelsorge ausgebildet und darin tätig sind, haben ihre damaligen Stellungen gekündigt und begaben sich gleich nach dem Erdbeben aus eigener Inititative in das Katastrophengebiet. Sie arbeiten seither dort. In den vergangenen Monaten wurden sie dann für gewisse Zeiträume von mehreren Mitgliedern unserer Vereinigung unterstützt. Am 5. August schloß sich ihnen eine ebenfalls ausgebildete Krankenseelsorgerin an, die auch ihre bisherige Stellung aufgab.<BR> &nbsp; Die seelischen Wunden, Nöte und Schwierigkeiten, die das (die) Erdbeben und der Tsunami hinterlassen haben, brauchen langzeitige Hilfe(n). Wir (ich) bin seit Mai mit folgenden Projekten beschäftigt:<BR> <BR> 1. <B>Anlaufstelle für seelische Nöte in Sendai</B>: Wir können dafür einen Raum für Telefonwache, Gespräche, Gruppengespräche, Schulung etc. (gegen Gebühr) mit-benutzen.<BR> <BR> 2. <B>Fortlaufende Ausbildung in Gespächsführung</B>, sei es per Telefon oder von Angesicht zu Angesicht. (Ich selbst werde dafür jeden 2. Monat mehrere Tage in Sendai verbringen.)<BR> <BR> 3.<B>Mitarbeit bei der neuerrichteten interreligiösen Telfonseelsorge</B>; Beginn September 2011. Grund für diese Initiative war die Bitte der Stadt Sendai kurz nach dem Erdbeben, Menschen, die jemanden verloren haben, seelische Hilfe im öffentlichen Bestattungsinstitut anzubieten. Unsere Gruppe in Sendai wurde damals auch zur Mitarbeit gebeten.<BR> <BR> 4. <B>Netzwerk für einsame Menschen in den Behelfsunterkünften</B>; Besuchdienste oder Verbindung durch Telefon, Internet, Briefe etc. Bei dieser Aktion kann unsere Vereinigung auf Landesebene mithelfen.<BR> <BR> <B><FONT size="+1">Leben=Wachsen bis zuletzt</FONT></B><BR> <BR> &nbsp; Am Tag nach dem Erbeben und der Tsunami besuchte ich mit meiner Haushälterin eine mir seit Jahrzehnten bekannte Frau. Diese war im Mai vergangenen Jahres mit Brustkrebs diagnostiziert worden. Bis vor wenigen Tagen konnte sie noch zu Hause sein. Da sich jedoch ihr Befinden verschlechterte, wurde sie in ein Krankenhaus eingeliefert. Dies war ein, zwei Tage vor dem Erdbeben im Norden der Hauptinsel Honshu. Die Frau wohnte im Süden von Honshu und erlitt keinen Schaden.)<BR> &nbsp; Die Frau, Mitte der Fünfzig, konnte kaum sprechen. Doch sie bedankte sich bei uns. Sie war über Jahrzehnte Mitlgied unseres  Gebetskreises per Konferenzschaltung .Plötzlich sagte sie mit leiser Stimme:  Ich habe mein Leben lang nur an mich gedacht. Jetzt ist meine Aufgabe, die Krankenschwestern (Krankenhelfer) zum Lachen zu bringen. Ich war tief bewegt. Die Frau drückte im Vordersatz ihre Lebenseinstellung korrekt aus. Bis jetzt war meistens sie die Mitte und  arme Frau . Ich empfand ihre Aussage als eine Kehrtwende um 180 Grad. Deshalb stimmte ich spontan  Happy birthday to you an. Es war eine Neugeburt. Einige Tage später wurde sie heimgeholt. (N.B. Diese Begegnung wäre wohl nie zustande gekommen, wenn jemand vom Krankenpersonal anwesend gewesen wäre. Denn da wäre wahrscheinlich  keine innere Erregung bzw.  erhöhter Blutdruck im Vordergrund gestanden!) <BR> <BR> &nbsp; Bitte helfen sie mit, dass kranke Menschen in Japan nicht nur Medikamente und Operationen brauchen, sondern ebenfalls kompetente geistig-geistliche Hilfe. Dass aus der  Insel des Unheils wieder eine  Insel des Glücks und Segens werde. Ihnen allen ein erneutes  Danke für Ihr Mitgehen. Bitte helfen sie auch weiterhin, nicht zuletzt durch ihr Gebet.<BR> &nbsp; In Dankbarkeit<BR> <p align="right"><img src="img/sign_01.gif"> (Waldemar Kippes)</p> <HR> <P><FONT size="+2"><B>Kurume, Japan 24. November 2010</B></FONT><BR> <BR> &nbsp; Im Juni wurde mir nach der Frühmesse mitgeteilt, dass eine mir bekannte Frau schwer krank daniederliege. In Japan ist es nicht üblich, in der Frühe einen Krankenbesuch zu machen bzw. zu dürfen, schon gar nicht, wenn man nicht mit der kranken Person verwandt ist. Ich ging aber trotzdem. Ein japanischer Priester, der mich freundlicherweise zu dem Krankenhaus fuhr, äußerte seine Bedenken, ob ich wohl Einlass bekommen werde. Indes, ich wurde eingelassen. Ich mußte zwar noch einige Zeit vor dem Krankenzimmer warten, da die kranke Frau gerade gewaschen wurde. In der Zwischenzeit begrüßte mich der stellvertretende Direktor dieses Privatkrankenhauses. Es entwickelte sich ein gutes Gespräch. Als ich ihm im Laufe des Gespräches erklärte, dass ich in der in dieser Stadt renomierten La Salle Schule schon vor 40 Jahren unterrichtet habe, war das Eis vollends gebrochen. Die meisten Ärzte dieser Stadt sind nämlich Abiturenten dieser Oberschule. <BR> &nbsp; Ich besuchte dann die Frau, die mir schon seit Jahrzehnten bekannt war, die ich aber schon viele Jahre nicht mehr getroffen hatte. Sie lag ohne viel Bewegung im Bett. Wir sprachen nicht viel, doch es war ein Beieinandersein  nicht Nebeneinandersein - ohne Worte. Als die Frau frug, ob und für was ich beten darf bzw. soll, sagte sie mit klarer fester Stimme,  dass alle Menschen völlig glücklich werden. Da mir vergangenes Jahr eine 46-jährige Zahnärztin eine Woche vor ihrem Abschied aus diesem Leben auf die gleiche Frage0 Damit alle Menschen glücklich werden antwortete, berührte mich die um das Wort  völlig verstärkte Antwort sehr. Menschen können über sich hinauswachsen. Ich denke dabei an mein eigenes Verhalten bei kleinen Wehwechen, z. B. während einer Zahnbehandlung. In einer japanischen zahnärztlichen Praxis weren gewöhnlich mehrere Patienten nebeneinander behandelt. Da die Patienten nur durch eine kleine spanische Wand voneinnander getrennt sind, hört man natürlich nicht nur das Geräusch des Bohrers sondern auch das Stöhnen und Seufzen der Behandelten. Wenn ich behandelt werde, kommt mir wohl kaum in den Sinn zu beten, dass alle Patienten möglichst schnell aus der Behandlung entlassen/erlöst werden. Dafür bin ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt, nämlich dass ich selbst möglichst bald und schmerzlos nach Hause gehen darf. <BR> &nbsp; Dass schwer leidende Menschen vor ihrem Tod an das Wohl der Lebenden denken, macht mich nachdenklich. Das veranlasst mich, über das Leid und über die Situation sterbender Menschen neu nachzudenken. Wer ist da in Wirklichkeit  sterbenskrank und wer  gesund ?<BR> &nbsp; In Japan sterben z. Z. täglich etwa 3000 Menschen, darunter 80 Menschen durch eigene Hand. Wenigstens die Menschen, die das Privileg in einem Hospiz sterben-zu-können haben, - es ist dies ein minimaler Prozentsatz der 3000 Menschen - sollten Hilfe und Beistand für ihr inneres Leben in ihren letzten Lebenstagen erhalten. In Wirklichkeit jedoch sterben mehr als 50 % auch dieser Menschen in einem medizinisch herbeigeführten bewußtlosen Zustand. Nicht nur hier, aber hier besonders ist seelische Betreuung vonnöten. Kranke  nicht alle - Menschen haben seelische Kräfte, die mobilisiert werden sollten. Nicht die Gesichtszüge noch das äußere Erscheinungsbild von Kranken sollte für den Umgang mit Sterbenden ausschlaggebend sein, sondern deren inneres Vermögen. Unsere Vereinigung bemüht sich sensible Menschen dafür auszubilden und die Öffentlichkeit, besonders die Medizin dafür zu sensibilisieren. <BR> &nbsp; Gerade vergange Woche sind wir dabei einen Schritt weitergekommen. Anlass war die oben genannte Frau auf deren Sterbebildchen ihr Mann  Dass alle Menschen (völlig) glücklich werden schreiben ließ. Ich besuchte den Chefarzt und bat ihn, einer Krankenseelsorgerin die Erlaubnis zu Krankenbesuchen auf ehrenamtlicher Basis zu geben. Aus dieser Bitte entstand entstand 1. eine Vollanstellung und 2. eine Verbindung mit einer Krankenhauskette von über 10 Krankenhäusern. Für Januar nächsten Jahres bekam ich bereits eine Einladung zur Vorstellung und Einführung der Krankenseelsorge für Krankenschwestern bzw.  Helfern.<BR> &nbsp; Während ich diese Zeilen schrieb, machte ich auch einen Erstkontakt mit dem Direktor einer anderen Krankenhauskette (die auch Krankenhäusern in Übersee hat). Ich erhielt postwendend eine Antwort mit der Bitte zur Zusammenarbeit. Ich hoffe, dass dies ein weiterer Schritt in die Öffentlickeit werden möge.<BR> &nbsp; Ihnen allen möchte ich danken für Ihre Hilfe, die wir auch in Zukunft brauchen und dafür dankbar sind. Ich bitte Sie auch um das Gebet. Dazu lege ich Ihnen das Gebet bei, um das ich seit Anfang dieses Jahres die Mitglieder unserer Vereinigung bat.<BR> &nbsp; Mit einem Danke grüßt Sie aus Japan<BR> <BR> --------------------<BR> *: Im Brief des vergangenen Jahres erwähnt</P> <HR> <P><B><FONT size="+2">Kurume, Japan 15. September 2009</FONT></B><BR> <BR> <p align="right"><IMG SRC="photo/photo20091019_a.jpg"></p> <p align="right"><font size="-1">P. Kippes mit einem Priester, der im Frühjahr heimgerufen wurde</font></p> <BR> <font size="+1"><B>Liebe Freunde und Förderer!</B></font><P> &nbsp; Anfang August wurde ich zu einer sterbenden Frau in ein Hospiz gerufen. Es war eine 46- jährige Zahnärztin, die die Taufe empfangen wollte. Ihr unentwegter Blick auf mich vor und während der Taufe gab mir zu denken..  Sie will wohl wissen, ob sie mir bzw. den Anwesenden trauen kann kam es mir in den Sinn. Zwei Wochen später beim zweiten Besuch fragte ich sie, um was ich für sie und mit ihr beten soll. Sie antwortete mit leiser Stimme:  Dass alle glück¬lich werden. Auf meine Frage  Was bedeutet für Sie Glück? sagte sie:  Glück ist nicht Geld oder Wissen¬schaft.. Diese Aussage spiegelte ihre jetzige Lebenserfah¬rung. Auf die Frage, ob sie glücklich sei bzw. Glücklichsein erfahren habe, entgeg¬ne¬te sie  Ja! <BR><BR> &nbsp; Wir waren zu fünft in ihrem Krankenzimmer und sangen dann mit ihr das Lied  Wenn du glücklich bist, dann klatsche in die Hand (klatsch, klatsch) ... Sie sang freudig mit und bewegte ihre Hände und Füße. Besonders eindrucksvoll war ihr Augenzwinkern.. Eine Woche später wurde sie vom Vater heimgeholt. Ich glaube, dass Jesus jetzt ihr  Glück¬lich¬sein ist und bleibt..<BR><BR> &nbsp; Mit diesem Erlebnis möchte ich unsere Arbeit deutlich machen: Diese Begegnung war nur möglich durch unsere Bemühungen betreff Krankenseelsorge. In diesem Hospiz dürfen eine Krankenschwester und ein Mann als Krankenseelsorger arbeiten. Beide sind Zertifizierte von unserem Zentrum. Obwohl der Träger dieses Hospizes katholisch ist, gibt es keine vom Recht anerkannte Stelle für  Krankenseelsorge . Die Erste darf nur unter dem Namen Kranken¬schwester, der Andere als  Bürofachkraft , also gewissermaßen nur  getarnt arbeiten. <BR><BR> &nbsp; Bis jetzt erhielten 81 Personen das Zertifikat für Krankenseelsorge. Von diesen Personen sind ungefähr die Hälfte unter verschiedenen Titeln in der Krankenseelsorge haupt- oder ehrenamtlich tätig. Wir versuchen auf diese Weise in der Gesellschaft das Gespür für die Wichtigkeit der Seelsorge am kranken Menschen zu wecken. Dies ist harte Pionierarbeit.<BR><BR> &nbsp; Außer Vorträgen fanden während der vergangenen 12 Monate 10 fünftägige Kurse in Krankenhäusern (71) meist Frauen als Teilnehmer, 7 fünftägige Seminare für  Zwischenmenschliche Beziehungen und Kommunikation (71), 3 dreitägige Seminare in  Wertefindung (22), 1 zehntägiger Kurs in Philosophie und Theologie (30-50) sowie 20 eintägige Seminare in  Krankenseelsorge (334) statt.. Lehrkrankenhäuser  Krankenhäuser, die uns in ihren Häusern Gelegenheit zu Krankenbesuchen ermöglichen  sind es zur Zeit fünf. Der 11. Jahreskongress fand unter dem Thema  Seelenleiden in Tokyo statt (120).<BR><BR> &nbsp; Die Durchführung der diversen Aktivitäten des Zentrums, die über ganz Japan verstreut sind, brauchen viel Kraft und Organisation. Wir benötigen dringend eine zusätzliche Halbzeit - Bürokraft. Minimale Kosten für eine solche Kraft betragen für 1 Jahr zwischen 5600  7500 Euro. Wir fühlen uns wie David dem Goliath gegenüber. Daher möchte ich Sie bitten, uns in dieser Angelegenheit unter die Arme zu greifen. Schon jetzt ein Danke! Übrigens kam Anfang dieses Monats mein Buch  Seelische Schmerzen  Deren Verstehen und darauf Eingehen heraus. Die Arbeit daran erstreckte sich auf 5 Jahre.<BR><BR> &nbsp; Mit ganz herzlichen Grüßen aus dem Land der aufgehenden Sonne!</P> <p align="right"><img src="img/sign_01.gif"></p><p> <p align="center"><img src="photo/photo20091019_b.jpg">000<img src="photo/photo20091019_c.jpg"></p> <p align="center"><font size="-1">Teilnehmer/innen eines 5-tägigen Kurses im Frühjahr000000Zertifizierte Krankenseelsorgerin am Krankenbett</font></p> </P> </P> <HR> <P><B><FONT size="+2">Kurume, Japan 6. September 2008</FONT></B><BR> <BR> &nbsp; Jahresbericht September 2007  August 2008 über die Aktivitäten des The Clinical Pastoral Education & Research Center, Japan &nbsp; Das Zentrum zur Ausbildung und wissenschaftlichen Untermauerung der Krankenseelsorge hier in Japan unternahm im vergangenen Jahr folgende Aktivitäten: <p> &nbsp; - Am 10. November 2007 fand in Tokio der 10. Jahreskongress unter dem Thema  Überwindung seelischer, spiritueller Nöte statt. Zwei Referenten mit je eigener Krankenheitserfahrung(en) legten ihre diesbezüglichen Erfahrungen zu dem Thema dar. Der erste Referent, ein Christ und Professor an einer Universität in Tokyo, verdankt sein Weiterleben einer Nierenstranplantation in Amerika, die zu diesem Zeitpunkt  etwa vor 18 Jahren - in Japan noch nicht möglich war. Nach dieser Operation folgten mehrere krankheitsbedingte Krisen, die er ebenfalls überwinden konnte/durfte. Der zweite Referent, ohne eine konkrete Religion, war durch Krebs dem Tode nahe. Der Wunsch nach Leben wie der Wunsch nach Sterben wechselten in seiner Krankheitsgeschichte. Nach seiner Genesung fühlte er in sich den Ruf zum Confèrencier. Er reist seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus durch ganz Japan, um mit Spaß und Gedankenanstößen den Lebensmut der Menschen zu wecken. &nbsp; Am folgenden Tag fand der erste Kongress der Gesellschaft  Akademische Untersuchung klinischer Seelsorge, &nbsp; Japan statt.  Die Gesellschaft wurde im April 2007 gegründet. - Vier ReferentenInnen sprachen zu dem &nbsp; Thema. Professorin Frau Dr. Erika Schuchardt, annover, hielt einen Vortrag zu dem Thema  Krisen eine &nbsp; Chance . Weitere Themen waren  Trauerarbeit ,  Psychoanalyse der durch einen Freitod Betroffener und &nbsp;  Seelische Hilfe für Mitmenschen in einer Krise . Teilnehmer an den zwei Tagen waren jeweils zwichen 170 und 200. <p> &nbsp; Frau Dr. Schuchardt hielt vor dem Kongress in sechs Städten bzw. Universitäten zwischen Hokkaido und Kyushu das gleiche Referat, das bei den HöhrernInnen eine rege Resonanz fand.<p> &nbsp; Da Krankenseelsorge in Japan keine Tradition hat und deshalb kaum ein Ohr in Krankenhäusern findet fand vom 15. bis 27. September 2007 die 14.  Studientour zur Seelsorge in deutschen Hospizen und Krankenhäusern statt. 23 Personen nahmen teil. Das Aids-Hospiz in Oberharmersbach (Nähe Freiburg), Kinderhospize in Memmingen und Berlin, Hospize in Stuttgart, München und Berlin, wie Krankenhäuser in Stuttgart und Ulm (Bundeswehrkrankenhaus) standen auf dem Programm. Seit 1994 nahmen fast 250 Personen an diesen Studientouren teil. <P> &nbsp; In den 2 letzten Augustwochen 2008 hielt der Leiter des ersten deutschen Aidshospizes Hr. Thile Kerkovius eine Vortragsreihe in Japan. 7 Vorträge, darunter 4 an Universitäten, standen auf dem Programm. Unter den 4 Universitäten waren unter anderem die medizinische Fakultät der staatlichen Universität in Nagasaki, die medizinisch-krankenpflegerische Fakultät der Keio Universität in Tokyo und die religionswissenschaftliche Fakultät der Tokyo Universität. Keio Universität ist die angesehenste japanische Privatuniversität und Tokyo Universität ist das non plus ultra der staatlichen Universitäten in Japan.<p> &nbsp; In der oben genannten Zeitspanne wurden sechs 5-tägige Seelsorge-Kurse in Krankenhäusern mit Krankenbesuch(en) und anschließenden Protokollbesprechungen abgehalten. Insgesamt nahmen 32 Personen teil. Ferner fanden drei 5-tägige Seelsorge-Kurse mit 17 Personen und ein 3-tägiger Kurs mit 22 Personen statt. &nbsp; Zum Diplom in Krankenseelosrge sind neben akademischer Arbeit sechs 5-tägige Seelsorge-Kurse in Krankenhäusern, ein 5-tägiger Kurs in Kommunikation und zwischenmenschlichen Beziehungen, ein 3-tägiger Kurs zur Findung bzw. Klärung der eigenen Werte wie Grundkurse (mindestens 120 Stunden) in Philosphie und Theologie nötig. &nbsp; Um die breitere Öffentlichkeit für die Seelsorge am kranken Mitmenschen zu animieren, bietet das Zentrum einen Zyklus von 15 Einheiten bzw. Tagen an. Z. Z. sind dies meist zweitägige Kurse in verschiedenen Städten Japans. Die Teilnehmerzahl ist im Durchschnitt 18 Personen. &nbsp; Das Zentrum veröffentlicht jährlich 4mal eine Informationsschrift (16  20 Seiten)und unterhält eine Homepage. &nbsp; Neben dem Büro in Kurume, Kyushu, hat das Zentrum eine Zweigstelle in Odowara, südlich von Tokyo, und seit Oktober 2007 ein Büro in Tokyo. Festangestellte Personen gibt es aus finanziellen Gründen nicht. Drei Personen haben eine Teilzeitarbeit mit Stundenlohn. Die übrige (meiste) Arbeit leisten ehrenamtliche HelferInnen. &nbsp; Um unsere Arbeit fortstzen zu können, sind wir für jede Unterstützung dankbar. Wir bitten Sie deshalb wieder um Ihre Mithilfe, damit Menschen auf Ihrem Weg durch Krankheit und den damit verbundenen Schwierigkeiten seelischen Beistand finden dürfen. Mit einem Danke grüßt (Waldemar Kippes)</P> </P> </P> <HR> <P><B><FONT size="+2">Dank und Bitte. Jahresbericht Oktober 2007</FONT></B><BR> <BR> &nbsp; Der Förderverein  Krankenseelsorge in Japan e.V. ist im September ein Jahr alt geworden. Ich möchte an dieser Stelle all denen danken, die zum Entstehen und zur Weiterentwicklung des Fördervereins ihre Kräfte und Fähigkeiten zur Verfügung stellten und die dem Förderverein beigetreten sind bzw. diesen unterstützen. Für das Zustandekommen des 1. Treffens am 4. September d. J. in Ulm bin ich meinem Klassenkamerad vom Gymnasium Ulm Herrn Pfr. Anton Durner, meinem Freund Herrn Professor Dr. Hans Schieser, den ich in Chicago kennenlernen durfte, meinem Provinzial der Münchener Redemptoristen Provinz P. Edmund Hipp, Frau Ursula Schluckebier, die viele Jahre hindurch meinen japanischen Weggenossen in der Krankenseelsorge ihre Station in der Uni Klinik Ulm vorstellte, und Herrn Clemens Jehle für seine unermüdliche und kompetente Arbeit am Komputern sehr dankbar. Ihnen allen ein besonderer Dank. &nbsp; Danken möchte ich an dieser Stelle all denen, die dem Förderverein beigetreten sind und die Arbeit hier in Japan unterstützen. Dank denen, die mit Spenden weitergeholfen haben. Hier ein besonderer Dank an die Diözese Augsburg, Referat Weltkirche Mission und Entwicklung. Ein besonderer Dank gilt der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft Schweitzer Petschi & Partner, hier insbesonders der Finanzwirtin Frau Natalie Gauggel für ihre kompetente Unterstützung und Beratung in Sachen Förderverein  Krankenseelsorge in Japan  e. V.<p> &nbsp; Das Zentrum zur Ausbildung und wissenschaftlichen Untermauerung der Krankenseelsorge hier in Japan entwickelt sich dank engagierter Menschen weiter. Aus den vergangenen 12 Monaten kann ich folgende Dinge berichten: <p> &nbsp; - Im November 2006 konnten wir in Fukuoka, Südjapan, den 9. Jahreskongress abhalten. Das zweitägige Programm war ausgefüllt mit Themen  Referate, Diskussionen und Gruppenarbeiten - über die Spiritualität im heutigen säkularen Japan. 175 Personen nahmen teil.<p> &nbsp; - Die Neugestaltung der Internetseite wurde im Früjahr d. J. beendet. 5-6 Mitglieder unserer japanischen Vereinigung bemühten sich gute 6 Monate dafür. Auf der deutschen Seite, für deren Inhalt ich selbst zuständig bin, können Sie die wichtigsten Informationen des Zentrums erfahren. Ich bin Ihnen sehr dankbar, wenn Sie zur Gestaltung dieser Seite mir Anregungen geben könnten. www.pastoralcare.jp/de/<p> &nbsp; - Im April d. J. gründeten wir die <I> Japanische Gesellschaft zur Erforschung der spirituellen Seelsorge"</I>. Das Hauptanliegen dieser Gesellschaft ist es, der Krankenseelsorge eine wissenschatliches Fundament zu geben;<p> &nbsp; - das Zentrum wurde im August d. J. als  eine spezifisch nicht auf Profit ausgerichtete Tätigkeit öffentlichen Rechts anerkannt. Z. Z. sind Vorbereitungen beim Finanzamt Ulm im Gange, diese Anerkennung in der Satzung des Fördervereins  Krankenseelsorge in Japan e.V. zu verankern;<p> &nbsp; - Im September d. J. konnten wir ein Büro zu einem günstigen Mietpreis in Tokyo erwerben;<p> &nbsp; - Vom 15.  27. September fand die 14. Studientour für Krankenseelsorge in Deutschland statt. Mit mir zusammen waren es 24 Personen. Wir besuchten Hospize (darunter die Kinderhospize in Memmingen und in Berlin), Krankenhäuser und das Haus Tobias in Augsburg, das spezifisch der Ausbildung in Krankenseelsorge dient.<p> &nbsp; - Am 10. November findet der 10. Jahreskongress des <i>The Clinical Pastoral Education & Research Center</I>, Japan, in Tokyo statt;<p> &nbsp; - Am 11. November findet der 1. Jahreskongress der  <I>Japanische Gesellschaft zur Erforschung der spirituellen Seelsorge</I>" in Tokyo statt;<p> &nbsp; - Von Ende Oktober bis Mitte November ist Frau Prof. Dr. habil Erika Schuchardt, Hannover, zu einer Vortragsreise hier in Japan im Auftrag des <I>The Clinical Pastoral Education & Research Center</I>, Japan. Vorträge sind vom hohen Norden in Sapporo, Hokkaido bis zum Süden in Nagasaki, Kyushu. Die Vorträge finden meist in Universitäten statt, in Tokyo unter anderem an der renommierten Tokyo Universität. (Die Tokyo Universität ist die Universität Nr. 1 in Japan.) Das Thema des Vortrages ist  Warum gerade ich? Leben lernen in Krisen .<p> &nbsp; - Ein bei uns ausgebildeter Krankenseelorger (katholischer Theologe) bekam eine Festanstellung in einem katholischen Krankenhaus, das eine gute onkologische Station hat. Dies ist damit das 3. Mal, dass Laien fest in einer medizinischen Einrichtung angestellt wurden. Teilzeitangestellte sind es deren mehrere. Andere arbeiten ehrenamtlich in verschiedenen öffentlichen wie privaten medizinischen Einrichtungen.<p> &nbsp; - Die einzige japanische katholische medizinische Fakultät bat uns bei der Einrichtung kompetenter Krankenseelsorge in ihrem Universitätskrankenhaus Starthilfe zu geben. Ich selbst werde dort in einem Vorlesungszyklus 6 von insgesamt 15 Vorlesungen geben; 5  6 unserer ausgebildeten Krankenseelsorgerinnen werden dort zunächst auf ehrenamtlicher Basis an der ambulaten onkologischen Abteilung im Wechsel ihre Tätigkeit aufnehmen. Dies ist ein großes Hoffnungszeichen. Wir hoffen, dass die Seelsorge in diesem Krankenhaus ein Model für die japanische Gesellschaft wird.<p> &nbsp; - Daneben liefen bzw. laufen die 10-tägigen und 5-tägigen Kurse in Krankenhäusern, sowie die 2-tätigen und 1-tätigen Kurseinheiten in Krankenseelsorge.<p> &nbsp; Unser Bestreben und Ziel ist es, die japanische Öffentlichkeit für die seelischen Nöte kranker Mitmenschen zu sensibilisieren. Bei meinem Aufenthalt im September in Deutschland habe ich den diesbzüglichen großen Unterschied zwischen Japan und Deutschland erfahren. Mein Bruder wurde nach einem Herzinfarkt in die Intensivstation der Universität Tübingen eingeliefert. Zusammen mit zwei der dortigen Krankenseelsorger konnte ich meinem Bruder auf der Intensivstation betend und singend die Krankensalbung spenden. Das Team der Intesivstation war dabei sehr zuvorkommend, verstehend, behutsam und vornehm. In Japan wäre dies kaum denkbar.<p> &nbsp; Ich möchte Sie an dieser Stelle bitten, uns weiter unter die Arme zu greifen, damit Menschen im Krankenhaus auch Hilfe und Zuwendung für ihre seelischen Nöte bekommen. Schon jetzt ein Danke! <p> (Waldemar Kippes) <p> <p> <p> </BODY> </HTML>