Krankenseelsorge in Japan
Japanisches Zentrum
für Ausbildung und Forschung
in Klinischer Seelsorge

Um was es uns geht (ZIEL)

  In Japan hat Krankenseelsorge im Krankenhaus, Hospiz, Pflegeheim und zu Hause keine Tradition. Ausnahmen sind christliche Einrichtungen. Ziel des Zentrums ist:
  • Die japanische Gesellschaft hinsichtlich der Notwendigkeit wie der Nützlichkeit von Seelsorge am kranken Menschen zu sensibilisieren und die Pflicht der Gesellschaft, diese Hilfe zu leisten, anzumahnen;
  • Die Bewusstseinsbildung für das Recht des Patienten auf seelsorgerliche Hilfe, besonders im medizinischen wie pflegerischem Umfeld;
  • Die Bildung und Ausbildung von kompetenten SeelsorgernInnen, welche die unterschiedlichen Überzeugungen und den Glauben derer respektieren, mit denen sie als Seelsorger zu tun haben;
  • Die Integrierung von Seelsorge in das ärztlichpflegerische Team zur Gewährleistung einer ganzheitlichen Patientenbetreuung;
  • Die Zusammenarbeit mit Gruppen und Organisationen, die auf dem Gebiet der Krankenseelsorge tätig sind.
  Wir engagieren uns in der Ausbildung von kompetenten SeelsorgernInnen nach folgenden Gesichtspunkten:
  SeelsorgerInnen sind Menschen
  • die Kranke in Krisensituationen begleiten
  • Quellen der Hoffnung erschließen
  • im Sterben Beistand leisten.
  Dazu ist Voraussetzung
  • charakterliche Reife
  • eine Grundhaltung, jeden Menschen in seinen Werten und seiner Einstellung zu respektieren und zu fördern
  • eine authentisch gelebte Weltanschauung (Religion)
  • seelisches Gleichgewicht
  • Motivation zu dieser Art von Seelsorgearbeit.
  Die konkreten Aktivitäten des Zentrums sind im Wesentlichen folgende:

"Klinische Seelsorge-Kurse":
  1. Diplom als "Seelsorger":
    30-40 Tage (6-8 Wochen zu je fünf Tagen) Ausbildung in einem Krankenhaus.
    Dazu 120 Stunden in Philosophie und/oder Theologie.
  2. Diplom als "Ehrenamtlicher Seelsorger":
    15 Tage (3 Wochen zu je fünf Tagen) Ausbildung in einem Krankenhaus.
    Dazu mindestens 20 Stunden in Philosophie und/oder Theologie.
  •  Eine "Mehrtägige Jahres-Konferenz". Dazu werden nach Möglichkeit Referenten aus dem Ausland eingeladen.
  •  Eine "Studienreise nach Europa" um Zentren mit Klinischer Seelsorgeausbildung, Krankenhäuser und Hospize kennen zu lernen und Seelsorge vor Ort zu erfahren.
  •  Eine vierteljährliche Publikation des "Seelsorge Newsletter" und sporadische Herausgabe von Texten zur Krankenseelsorge.